So viel zum Thema Prioritäten!

Puh,.. ein Satz mit ziemlich viel Potenzial. Wir haben die erste neue Nacht in unserem neuen zu Hause verbracht, und nun ja wie soll man sagen, es ist ein Chaos. Eine Baustelle. Alles, aber nicht das was für mich ein zu Hause ausmacht. Und vor allem nicht, das was für Kinder eine sichere Umgebung

darstellt.

Das wussten wir, bevor wir beschlossen haben, dass die Kinder und ich jetzt auch im neuen zu Hause schlafen und wohnen würden. Das es nicht optimal ist war uns klar. Für uns war es nicht mehr vorstellbar getrennt zu sein. Vor allem für die Kleinen war es schwer, ohne ihren Papa.


Also haben wir einige Pläne verschoben und so angepasst, wie es für uns als Familie gut passt. Platz für alle Bedürfnisse und Wünsche finden, gar nicht so leicht. Ein Mittelweg aus, es für die Kinder sicher und mit Platz zum spielen gestalten und für meinen Mann, zum Arbeiten.

Und dann, fällt dieser Satz:“ so viel zum Thema Prioritäten!“… Bähm, der hat getroffen und gesessen..

Warum ? Weil darin ein Fünkchen Wahrheit dabei ist? Ein anderer Weg vielleicht sinnvoller gewesen wäre. Effektiveres Arbeiten wäre es sicherlich gewesen.

Einige Stunden hat mich diese Aussage sehr getroffen. Und dann habe ich beschlossen, ihr keine Relevanz für meine Entscheidungen zu geben. Diese Aussagen kam von einer Person, von der ich weiß, dass ihre Vorstellungen von Familie und Bedürfnissen ganz anders aussiehen als meine. Und das ist okay. Das zu akzeptieren ist für mich ein weiterer großer Schritt in meine richtige Richtung. Meine Bedürfnisse und Wünsche sind immer richtig und immer gut....

Und spätestens beim Blick auf das Foto meines Sohnes von gestern Abend, war es mir klar. Dieses glückliche Kind, auf dem Schoß seines Vaters, dass mit ihm gemeinsam den Akkuschrauber bedienen darf.. da geht mir das Herz auf und meine Seele strahlt!

Meine Bedürfnisse, meine Familie, es gibt kein Richtig und kein Falsch! Es gibt nur das, was sich für uns gut anfühlt.

Warum schreibe ich nun aber über Prioritäten und unseren Plan den Garten für unsere Kinder zu gestalten. Nun ja, weil ich denke, dass es uns im Alltag häufig passiert, dass wir, als Außenstehender eine Situation bewerten. Dabei finde ich es nicht relevant, ob dies verbal oder nur in unserem Kopf passiert. Wir bewerten in diesem Moment, einen Augenblick den wir gar nicht mit all seinen Facetten sehen können. Wir sehen nur einen Ausschnitt, nur ein Teil des Puzzles. Damit nehmen wir uns die Freiheit, Geschehnisse aus der Vogelperspektive zu betrachten. Gleichzeitig hinterlassen wir mit solchen Äußerungen, immer einen Beigeschmack bei einer anderen Person. Ob dieser auch positiv sein kann, möchte ich hier außen vor lassen.

Ich denke, es würde vielen gut tun, viele Situationen wertfreier und mit etwas Abstand zu betrachten. Damit möchte ich mich gar nicht ausnehmen. Auch ich habe mich schon bei dem Gedanken ertappt, ob den die Mutter im Bus ihrem Kind wirklich noch den fünften Keks geben müsse. Aber ich kenne das davor und das danach nicht. Ich weiß nicht wie ihr Tag bisher aussah, oder noch aussehen wird. Vielleicht ist diese Busfahrt der einzige ruhige Moment in ihrem Tag, den sie wirklich dringend braucht um kurz durchzuatmen.

Also zurück zu den Prioritäten. Jeder Mensch, jede Familie hat seine eigenen Prioritäten.Wenn man dies runterbricht, auf die einfache Wahrheit, dann ist das auch gut so. Denn die Wichtigkeit von Aufgaben zu sortieren, sprechen häufig dafür, dass Menschen ihre Bedürfnisse sehen und wahrnehmen. Gesehene Bedürfnisse erfüllen uns Menschen und erfüllte und gesehene Menschen, sind oft freundlicher und offener mit ihren Mitmenschen. Also am Ende des Tages, etwas wovon wir alle profitieren.

Bis Bald,

Eure Melanie

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